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Noten, die mit grafischen Fehlern und Achtlosigkeiten
wie den folgenden überhäuft sind, sollte man Musikern wirklich nicht zumuten:
Im folgenden ersten Beispiel müssen die deutlich zu lang geraten Notenhälse verkürzt werden,
und zwar so, dass bei den Achtelnoten zwischen Kopfrand und Balkenansatz ein Mindestabstand
von zwei, bei den Sechzehnteln eineinhalb Zwischenräumen eingehalten wird:
Eine geringfügige zusätzliche Verkürzung der Notenhälse kann erforderlich sein,
wenn die Halsenden z.B. bei Zweistimmigkeit weit außerhalb des Systems liegen:
In diesem Fall gilt ein Mindestabstand von 1 1/3 Zwischenräumen bei Achtel- und Sechzehntelnoten,
der bei Sechzehnteln in extremen Fällen (etwa bei großen Partituren mit engem Zeilenabstand)
auf 1 Zwischenraum reduziert werden kann.
Beim Abmessen der Halslängen arbeitet natürlich niemand mit dem Lineal,
aber die angegeben Werte sollten als Richtschnur für das Augenmaß gelten.
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Fälschlicherweise geneigte bzw. nicht geneigte Balken
treten immer wieder mal auf und müssen natürlich angepasst werden,
ebenso unregelmäßige Balkenneigungen
und Halslängen:
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Balkenenden im Liniensystem dürfen nicht in Zwischenräume gesetzt werden, vor allem nicht bei
Waagrecht-Balken, sondern sind an/auf Notenlinien zu setzen. Das erste Beispiel ist doppelt falsch, weil die Hälse von
Noten mit Hilfslinien bis zur mittleren Systemlinie reichen müssen:
Hierher gehört auch, dass bei waagrechten Balken, die knapp außerhalb des Liniensystems stehen,
ein angemessener Abstand zur obersten bzw. untersten Systemlinie eingehalten werden muss:
(Anmerkung: Bei diesen und manchen anderen Regeln lässt sich einwenden, dass sie heutzutage
kaum mehr von Bedeutung seien, weil die verbesserten Herstellungs- und Druckverfahren ein „Zuschmieren“ von
Balkenwinkeln und feinen Abständen verhindern. In solchen Fällen blieben höchstens noch ästhetische
Bedenken – die allerdings Grund genug sind, scheinbar überflüssig gewordene Regeln auch heute nicht über Bord zu werfen.
Außerdem fallen vor allem Waagrecht-Balken zwischen Notenlinien gerade bei klein gedruckten Taschenpartituren
unangenehm auf, bei denen auch die beste Druckqualität den für das Auge entstehenden Zerfließ-Effekt nicht verhindern
kann. Wer liest schon gerne Sechzehntel, wo nur Achtelnoten stehen?)
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Damit bei verbalkten Noten die Anzahl der Hilfslinien auf Anhieb erkennbar bleibt, muss die oberste bzw. unterste
Systemlinie (und möglichst auch der komplette angrenzende Zwischenraum) frei bleiben:
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Bisweilen landen Bindebögen auf der falschen Seite. Grundsätzlich werden sie (bei einstimmigen
Systemen) nur dann unter die Noten gesetzt, wenn die Hälse aller zu verbindenden Noten nach oben gezogen
sind, wobei die hinzugedachten Halsrichtungen beteiligter ganzer Noten unberücksichtigt bleiben:
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Vor allem bei Haltebögen dürfen Bogenenden und höchster/tiefster
Punkt der Krümmung keine Notenlinien berühren:
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Wenn große Artikulationszeichen wie Staccatissimo und Marcato nicht kollisionsfrei in Linienzwischenräume
passen, müssen sie entweder mittig auf der Linie oder außerhalb des Systems platziert werden:
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Auch das Positionieren von Vorzeichen bei Akkorden funktioniert nicht immer fehlerfrei.
Im vorliegenden Fall hat die Software die geforderte Oktavstellung der beiden b missachtet:
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Mitunter treten Fehler bei der Halsrichtung von Akkorden bzw. der Balkenlage auf;
Grundsätzlich gilt die Halsrichtung derjenigen Note, die am weitesten
von der mittleren Systemlinie entfernt ist, in diesem Fall des oberen C:
Auf diese Weise werden alle Zeichen möglichst nahe am Liniensystem gehalten
und sind so für das Auge besser erfassbar.
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Im folgenden Beispiel gibt es weder Sekunden noch Punktierungen noch
andere Umstände, die das Ineinanderstellen der sich kreuzenden Stimmen verbieten:
Erfolgt eine solche Korrektur in einem Klaviersatz, müssen in
beiden Systemen vorhandene gleiche Notenwerte genau untereinandergestellt werden:
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Der Untersatz bei dieser Stelle ist völlig in Ordnung, allerdings entsteht durch die angehängten Sekunden der optische Eindruck
eines vierfachen Nacheinander, den man ausnahmsweise durch „falsches“ Untereinanderstellen der Akkorde korrigieren sollte:
Zwar hat die Software hier richtig gearbeitet, doch zeigen dieses und die nächsten Beispiele,
dass sie von Lesbarkeit und Ästhetik nichts versteht:
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Fügt man bei dieser Tonleiter
Vorzeichen hinzu, fällt auf, dass diese, solange keine Kollisionen drohen,
nicht in die Spationierung mit einberechnet werden. Die Notenabstände bleiben unverändert, wodurch ein
ungleichmäßiges, holpriges Schriftbild entsteht,
ein Effekt, der auch bei aufwärts gestrichenen Fähnchennoten und angehängten Sekunden auftritt.
Ein besser lesbares Ergebnis lässt sich durch geringes Sperren bzw. Zusammenziehen der Abstände erreichen:
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Obwohl die Notenabstände in den folgenden Beispielen rechnerisch völlig korrekt sind, nimmt das Auge,
das sich beim Abmessen des Taktinhalts hauptsächlich an den Notenhälsen orientiert (weil diese ähnlich wie
Taktstriche als Raumteiler wirken), die Abstände als unregelmäßig wahr.
Hier muss unbedingt ein „optischer Ausgleich“ hergestellt werden,
damit der Spieler den Rhythmus problemlos erfassen kann:
Natürlich können in Partituren solche Anpassungen nur vorgenommen werden,
solange dadurch in anderen Stimmen keine Verzerrungen entstehen.
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Auch bei stark unterschiedlichen Notenwerten in der Vertikalen kann eine manuelle Änderung der Spationierung sinnvoll sein.
Im vorliegenden Beispiel wird die Achtelkette durch den Zweiunddreißigstel-Lauf im mittleren Takt zu sehr gedehnt, was sich vor allem
durch eine Verkleinerung der Abstände zwischen den Zweiunddreißigstelnoten bis zu einem gewissen Grad ausgleichen lässt:
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Jochen Quarz | Zum Abtskopf 23 | 76887 Bad Bergzabern | Tel. 06343 94 86 82 | Fax 06343 70 88 28